Landesentscheid der Jungen und Mädchen in Hamburg am 13. und 14.06.2026

geschrieben von Sush am 18.06.2026

Landesentscheid der Jungen und Mädchen in Hamburg am 13. und 14.06.2026

Landesentscheid der Jungen und Mädchen bei Wind, Wellen und Schauerwetter

Am 13. und 14. Juni 2026 fand der Landesentscheid (LE) und damit der erste wichtige Qualiwettkampf des Jahres für 17 Kinder des RVH statt. Auf 3 Doppelvierern, 3 Doppelzweiern und 1 Einer war das Team des RVH aufgeteilt. Wer jetzt mitgerechnet hat hat bemerkt, dass die Anzahl der Bootsplätze und der Ruderinnen und Ruderer nicht zusammenpasst. In diesem Jahr haben wir eine Trainingsgemeinschaft mit dem HRC angemeldet und so saßen in 3 Booten auch 1-2 Sportlerinnen und Sportler vom HRC.

Das erste Problem tauchte bereits bei der Hinfahrt auf. Das Stadtmobil des HRC, welches den Bootsanhänger nach Hamburg ziehen sollte, machte ca. 20 Minuten vor dem Ziel schlapp. Somit musste unser Bulli noch mal einen Teil des Weges zurückfahren, um die Boote abzuholen. Zeitlich hat das aber zum Glück alles super geklappt. Das zweite viele größere Problem, welches uns das ganze Wochenende beschäftigen würde, war das Wetter. Neben ständigen Regenschauern war aber vor allem der Wind das Problem, der zu heftigen und großen Wellen auf dem Wasser führte. Der erste Teil des 3000m Langstreckenrennens musste gegen den Wind angekämpft werden, sodass einige Boote kaum vorankamen. Erstmals beim LE war die Besatzung des Mixedvierers mit Johann, Paul, Pauline, Nella und Steuerfrau Hannah und der Bugmann des leichten Jungen Zweiers Justus dabei. Ohne niedersächsische Gegenmeldung konnte der Mixedvierer den 3. Platz im Feld der Nordlänger belegen. Außer Niedersachsen trugen auch die Bundesländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ihren LE auf der Regattastrecke in Allermöhe aus. Justus und sein Partner David (HRC) konnten den niedersächsischen Gegner aus Lüneburg hinter sich lassen und den 5. Platz in einem 7-Boote-Feld belegen. Nach einer Rennunterbrechung aufgrund von starken Böen ging es für die Mannschaftsboote weiter, wohingegen die Einerrennen für den kompletten Samstag abgesagt wurden. Im Jungsvierer im ältesten Kinderjahrgang gingen Luka, Mailo und Malte zusammen mit Arun und Steuermann Matti (beide HRC) an den Start. Gleich 5 Boote aus Niedersachen stritten sich um die begehrten ersten beiden Plätze. Leider war, wie schon fast erwartet, die Konkurrenz aus Oldenburg und Osnabrück stärker, so dass der 3. Platz auf der Langstrecke noch nicht für die ersehnte Quali reichte, auch wenn der Vorsprung zum 4. Platz mit gut 30 Sekunden sehr deutlich war. Ein 5. Platz im Gesamtfeld der Nordländer kann sich aber durchaus sehen lassen. Im Mädchenvierer 13 und 14 Jahre gingen Lea, Carlotta und Vera zusammen mit Elin und Steuerfrau Sophia (beide HRC) auf die wellige Strecke. Platz 1 vor Osnabrück und Celle und ein 2. Platz in der Nordländerwertung waren ein tolles Ergebnis und die Quali für den Bundeswettbewerb (BW). Im leichten Doppelzweier gingen Julius und Jonas an den Start. Mit 1:45 min Vorsprung auf das Boot aus Leer, einem 1. Platz in der Niedersachsenwertung und einem 3. Platz in der Nordländerwertung durften sich auch diese beiden Ruderer bereits über die Quali zum BW freuen. Als letztes Boot starteten dann Ella und Ida im Mädchenzweier. Mit einem recht knappen Vorsprung von 3 sec vor Oldenburg, dem 1. Platz in der Niedersachsenwertung und einem 2. Platz in der Nordländerwertung, haben aber auch Ella und Ida die Quali für den BW schon sicher in der Tasche gehabt. Am Ende des Tages musste dann erst einmal versucht werden alles irgendwie wieder trocken zu bekommen, was aber kaum jemanden gelungen sein dürfte.

Am Sonntag sollten die Probleme mit dem Wetter leider nicht besser werden. Das erste Boot legt bereits erneut mit mehreren Zentimetern Wasser im Boot an, weil die Wellen einfach so über die Bootswand schwappten. Über die 1000m konnte sich der Mixedvierer in dem Vier-Boote-Feld mit 3 Längen absetzen und einen deutlichen Sieg mit Schiebewind nach Hause rudern. Auch Justus und David konnten die anderen Niedersachsen erneut hinter sich lassen. Mit der Gewissheit Rennen auch bei sehr schwierigen Bedingungen meistern zu können, zwei Medaillen im Gepäck und der Quali für den BW können unsere Jüngsten sehr zufrieden sein. Leider landete der Jungsvierer erneut auf dem undankbaren 3. Platz, da nur die beiden schnellsten Boote für den BW nominiert werden. Die Enttäuschung über die verpasste Quali war verständlicher Weise sehr groß und alle haben mit den Jungs mitgelitten. Der Mädchenvierer und der leichte Jungenzweier konnten auf der welligen Strecke die Platzierungen des Vortags wiederholen. Laut eigener Aussagen sind Ella und Ida in ihrem Rennen fast 3x gekentert, sodass der 2. Platz hinter den Oldenburgerinnen sicherlich noch sehr hoch einzuschätzen ist. Nach diesem Rennen wurden dann alle Rennen abgebrochen, da die Boote während der Zeit auf dem Wasser viel zu vollgelaufen sind. Die Maßnahmen der Regattaleitung gingen sogar so weit, dass die Boote eines Laufes von einem Motorboot zum Start begleitet wurden, um eine möglichst hohe Sicherheit herzustellen. Anton war gerade im Einer vom Steg abgelegt, als die Regatta abgebrochen wurde. Innerhalb von 3 Minuten war dabei sein Boot durch den Wellenschlag schon halb mit Wasser gefüllt, sodass dies mit Sicherheit die richtige Entscheidung war. Nun wurde zum 3. Mal im Trainerkreis besprochen, wie denn nun die Qualifikation unter den niedersächsischen Einern ausgetragen werden sollte. Schnell wurde sich auf ein 1000m Ergorennen geeinigt, welches im Leistungszentrum neben der Strecke ausgefahren wurde. Voller Zuversicht ging Anton in das Rennen. Auch wenn Anton am Start noch leicht zurück auf dem 2. Platz lag, so konnte er kurz nach der Startphase die Führung übernehmen, diese zwischenzeitig bis auf 12m ausbauen und im Endspurt den Angriff des Ruderers aus Oldenburg abwehren. Mit einer deutlichen persönlichen Bestzeit konnte Anton das Rennen für sich entscheiden und sich damit für den BW qualifizieren.

Herzlichen Glückwunsch an alle Ruderinnen und Ruderern und natürlich auch an die Steuerpersonen!!! Vielen Dank an die Betreuer Hannah und Felix, die aufgrund des vielen Wassers in den Booten besonders schwer schleppen mussten und die den Bootsanhänger so gut über die Straßen gefahren haben.

Anke Lincke