Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia in Berlin vom 15. - 19.09.2026
geschrieben von Sush am 23.09.2026
Grandioser Erfolg der Ruderer! Bundessieg, Schüler-Cup-Sieg und weitere Medaillen
Die insgesamt 31 Ruderinnen und Ruderer der Humboldtschule kommen mit 4 Medaillensätzen im Gepäck aus der Hauptstadt zurück.
In der letzten Woche fand in Berlin das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ und der Schüler*innen-Ruder-Cup statt. 3 der 4 niedersächsischen JtfO-Rudermannschaften wurden dabei von der Humboldtschule gestellt. Für die U15-Mädchen-Mannschaft gingen Vera Budde, Ella Eickelmann, Ida Margenfeld, Carlotta Neubauer, Lea Priese und Steuerfrau Mara Gushe an den Start. In den Booten der U15-Jungen-Mannschaft saßen Anton Kremer, Luka Kulins, Julius Kulikowski, Mailo Lüttge, Nilo Pfaus, Jonas Scherenberg und Steuermann Malte Glabe. In der U18-Mädchen-Mannschaft ruderten Annabel Coors, Lea Kulikowski, Matilda Lukosch, Yara Ritterbusch und Steuermann Lennart Baasner. Beim JtfO-Wettbewerb geht jede Mannschaft in bis zu 3 Bootsklassen an den Start, wovon die beiden besten Ergebnisse in die Wertung eingehen.
Der erste Wettkampftag mit den Vorläufen lief für die einzelnen Boote sehr unterschiedlich. Der weibliche und männliche U15-Doppelzweier der Humboldtschule, einmal mit Ella und Ida und einmal mit Anton und Nilo, zog jeweils als schnellstes Boot in das A-Finale ein. Ebenfalls das A-Finale erreichten die Gig-Doppelvierer der drei Mannschaften und der U15-Mädchen-Doppelvierer. Trotz drittschnellster Zeit aber einer ungünstigen Vorlaufsetzung reichte es für den U15-Jungen-Doppelvierer leider nur fürs B-Finale. Auch bei den großen U18-Mädchen reichte der dritte Platz im Vorlauf leider nicht für den Einzug ins A-Finale. Auch die 2 männlichen Schüler-Ruder-Cup-Boote, die am ersten Wettkampftag an den Start gingen, qualifizierten sich mit guten Leistungen für die A-Finalläufe. Besonders deutlich konnte der U19-Jungen-Gig-Doppelvierer mit Malte Brackhahn, Michel Coors, Niclas Schüler, Yaroslav Zakharov und Steuerfrau Pauline Neubauer seinen Vorlauf gewinnen.
Der Finaltag begann mit dem Rennen des Schülerinnen-Achter-Cups. Hier konnte die Humboldtschule in den vergangenen Jahren immer auf dem Treppchen landen und somit war das Ziel klar gesteckt. Annabel Coors, Emma Kulak, Lea Kulikowski, Sophia Limprecht, Matilda Lukosch, Nele Mauritz, Laura Rendle, Yara Ritterbusch und Steuermann Lennart Baasner fuhren ein tolles 1000m-Rennen und konnten sich am Ende knapp vor dem Carolinum aus Osnabrück und hinter der erwartet starken Mannschaft aus Potsdam als zweites Boot über die Ziellinie schieben und somit die Silbermedaille errudern.
Das U15-Jungs-Team bestätigte im Rennboot die gute Leistung des Vortags und gewann mit drittschnellster Zeit aller Boote das B-Finale. Trotz guter Zeiten reichte es in dieser Bootsklasse nur zu einem 7. Platz und damit fiel dieses Ergebnis aus der Wertung heraus. Im Doppelzweier lief es am zweiten Wettkampftag nicht ganz so gut, der Druck konnte nicht ins Wasser gebracht werden und der Wind führte zu etwas schwierigen Bedingungen. Auch im Gig-Boot war die Konkurrenz aus Halle, Dachau, Lübeck, Schwerin und Hamburg zu stark und die Abstände recht groß. Der 6. Platz im Gig-Boot und der 5. Platz im Zweier reichten aber in der Gesamtwertung zu Platz 6, was wirklich eine beachtliche Leistung für das Jungs-Team ist. Die Sportschulen Halle konnten alle drei Disziplinen gewinnen und gingen somit als souveräner und verdienter Gewinner aus diesem Wettbewerb hervor.
Das U15-Mädchen-Team startete mit dem Doppelzweier in den zweiten Tag. Nachdem die erste Streckenhälfte erneut nicht ganz so flüssig lief, kam erschwerend hinzu, dass aufgrund eines Einsatzes der DLRG großen Wellen in der Strecke waren, die den Humboldtzweier zum Stillstand brachten und aus der Bahn drehten. Durch einen fulminanten Endspurt schob sich der Zweier der Humboldtschule von Position 6 ganz nah an die beiden führenden Boote heran und beendete das Rennen auf dem dritten Platz. Im Gig-Doppelvierer feuerte die Steuerfrau die vier Mädels kräftig über die gesamten 1000m an und es lief einfach richtig gut auf der Strecke. Mit 5 sec Vorsprung fuhr das Boot vom Maschsee als erstes über die Ziellinie. Vor dem letzten Rennen im Doppelvierer war bereits entschieden, dass der Mannschaft der Humboldtschule ein Podestplatz nicht mehr zu nehmen war. Die Konkurrenz im Rennboot war deutlich stärker und es war klar, dass die ersten Plätze in diesem Rennen an die anderen Schulen gehen würden. Das Rennen gewann wie erwartet Potsdam, aber dahinter wurden die Plätze anders als vermutet aufgeteilt. Das Boot aus Frankfurt, mit Chancen auf den Bundessieg, kam unerwartet weit hinten im Feld durch das Ziel. Nach dem Ende des Rennens wurden schnell die Punkte aus den einzelnen Rennen ausgewertet. Aufgrund der tollen Ergebnisse im Doppelzweier und Gig-Vierer hatte der 6. Platz im Doppelvierer keine Relevanz für die Humboldtschule. Unerwarteterweise reichten die Ergebnisse in diesen beiden Bootsklassen für den Bundesieg. Nachdem zuletzt 2018 ein Mädchenvierer der Humboldtschule den 1. Platz belegen konnte, hieß es nun 8 Jahre später wieder Gold bei JtfO. Wie damals haben alle Ruderinnen der Mannschaft das Rudern in der Ruder-AG der Humboldtschule von der Pike auf gelernt und wurden bis zu diesem Erfolg ausschließlich vom schuleigenen Ruderverein (RVH) betreut. Bei der großen Abschlussveranstaltung durfte dann eine Ruderin des Teams vor einem Publikum von ca. 5000 Schülern und Lehrern den Pokal in Form eines Berliner Bären entgegennehmen.
Im Gig-Doppelvierer der U19-Jungs im Schüler-Ruder-Cup lief es auch am Finaltag phantastisch. Schon früh konnte sich das Boot von der Konkurrenz absetzen, mit 5 sec Vorsprung einen deutlichen Sieg einfahren und sich gemeinsam auf dem Siegerpodest über die Goldmedaille freuen. Nach dem Sieg im letzten Jahr konnten die Humboldtschüler auch in diesem Jahr die Ruderer der Bismarckschule Hannover und vom Carolinum und Ratsgymnasium aus Osnabrück auf die Plätze verweisen.
Die U18-Mädchen der Humboldtschule erreichten im A-Finale des Gig-Doppelvierers den 5. Platz erreichen. In einem sehr knappen B-Finale fuhren die ersten drei Boote innerhalb einer halben Sekunde über die Ziellinie. Durch den 3. Platz im B-Finale kamen die Humboldtschülerinnen auf den 7. Platz, mit dem alle sehr zufrieden waren.
Zum Abschluss des Regattatages stand dann noch das Schüler-Achter-Cup-Rennen mit zwei Läufen an. Im A-Finale gab es einen Protest eines Bootes und die Mannschaft aus Schwerin wurde disqualifiziert, sodass das Rennen wiederholt werden musste. Von den noch 5 Booten gingen aber Potsdam und Dresden nicht an den Start, sodass nur noch 3 Boote im Wiederholungsrennen über die Strecke fuhren. Wie auch im ersten Rennen, so konnten Malte Brackhahn, Michel Coors, Anton Düll, Fabian Neubauer, Felix Popp, Noah Scherenberg, Niclas Schüler, Yaroslav Zakharov und Steuerfrau Pauline Neubauer mit dem Achter von der Poelchau Schule Berlin und auch mit dem Bismarck-Achter nicht ganz mithalten. Dennoch dürfen sich die Jungs über die Bronzemedaille freuen.
Betreut wurden die Mannschaften von Carolin Albrecht, Emma Kulak, Anke Lincke, Mareike Sack und Gunther Sack.
Herzlichen Glückwunsch an alle Ruderinnen und Ruderer der Humboldtschule für ihre tollen Leistungen bei der Regatta in Berlin!
Anke Lincke



